Chronik der Ortsgruppe Hochheim im Verein für Deutsche Schäferhunde

Am 18. August 1955 versammelten sich Hochheimer Schäferhundfreunde zur Gründung der Ortsgruppe Hochheim, um zukünftig ihren Sport in der Heimatgemeinde ausüben zu können. Zum ersten Vorsitzenden wählten die Gründer Hubert Kantner, Heinrich Stein fungierte als Zuchwart, Christian Schmenger übernahm das Amt des Übungswartes, das Amt des Kassen - und Schriftführers hatte Willi Kantner inne. Es wurde in Eigeninitiative, auf dem städtischen Grundstück, welches heute das Überlaufbecken der Pumpstation West darstellt der Übungsplatz eingerichtet, sowie ein Vereinsheim erbaut. Der in den Anfangsjahren stetig wachsende Übungsbetrieb kam zum Ende der 60er Jahre zum erliegen.

Die Wiedergründung 1973 unter dem Vorsitz von Siegfried Schöner brachte frischen Wind in den Verein. Es folgten sehr erfolgreiche Jahre für die Vereinsmitglieder welche sowohl im Leistungsbereich als auch in der Zucht überregionale Erfolge verzeichnen konnten. Bei Musik und Tanz und in Anwesenheit von Lokalpolitik und Mitglieder des Landesgruppenvorstandes des SV wurde das fünfundzwanzigjährige Jubiläum der OG Hochheim 1980 ausgelassen gefeiert.

Im Sommer 1983 erlitt der aufstrebende Verein einen herben Rückschlag, die Stadt Hochheim sah sich zur Kündigung des Pachtvertrages gezwungen, da die bereits vorhandene Pumpstation West um ein als Biotop angelegtes Überflutungsgelände erweitert werden sollte. Ein Ausweichgelände konnte dem Verein seitens der Stadt nicht angeboten werden. Dadurch stand der Verein praktisch vor dem Ruin, alle Vereinsmittel waren in Übungsplatz und Vereinsheim geflossen und vom einen auf den anderen Tage wertlos.

Ein neuer Vorstand mit Alfred Mühlbauer als Vorsitzendem und Gerhard Merten als Stellvertreter trat am 13. August 1983 die Aufgabe an, den Verein in die Zukunft zu führen. Zur Rettung des Vereins verfolgte der Vorstand eine Doppelstrategie. Während der SV Kostheim 12 seinen Sportplatz auf der Maaraue an freien Abenden für unseren Übungsbetrieb zur Verfügung stellte, später ab 1985 konnten wir in der OG Kastel unseren Übungsbetrieb fortsetzen, führte A. Mühlbauer und der Vorstand, Verhandlungen mit diversen Grundstücks-Eigentümer zur Anpachtung eines neues Vereinsgeländes durch.  Schließlich war Familie Hocheder bereit dem Verein ein Grundstück zu verpachten. Die Stadt Hochheim unterstütze unser Vorhaben bei den Behörden des Main-Taunus-Kreises, sodass auch ein Bauantrag für ein Vereinsheim positiv beschieden wurde.

Tatkräftig schritt der Verein ab 1989 zur Instandsetzung des „Hocheder Berg’s“. Den Auflagen der Umweltbehörden folgend wurde zuerst die Bepflanzung der Hänge zur Autobahn hin vorgenommen. Allein die dazu benötigten Pflanzen hatten damals einen Wert von ca. 10.000 DM. Es folgt Planierarbeiten des Übungsplatzes und die Verlegung der Kanalisation bevor zum Bau des Vereinsheims übergegangen werden konnte. Provisorisch, um den Übungsbetrieb aufrecht zu erhalten hatte man sich in einem Bauwagen etabliert, die gemütlichen Stunden dort, sind sicher noch vielen Vereinsmitglieder in angenehmer Erinnerung.

Die Finanzierung eines neuen Vereinsheimes war aus dem Vereinsvermögen nicht möglich. Hier half in dankenswerter Weise sowohl die Nassauische Sparkasse mit einem Kredit, als auch Vereinsmitglieder mit zinslosen Darlehen. Alle  diese Verbindlichkeiten konnten in den letzen Jahren vollkommen getilgt werden. Unter der Leitung von Salvatore Milito und Stefan Simon engagierte sich ein neuer Vorstand ab 1991 zum Wohle des Vereins. Erstmals wurden Erziehungskurse für alle Hunderassen angeboten welche großen Zuspruch fanden.

1996 wurde Dieter Kohls zum 1. Vorsitzenden gewählt. Durch seine Initiative und aufopferungsvollen Einsatz von Vereinsmitgliedern und Freunden des Vereins wurden in vielen hundert Stunden die Flächen um das Vereinsheim gepflastert und ein Vorplatz entstand, welcher die Funktionalität des Geländes weiter optimiert. Im Januar 2003 wurde Hans Putters  der langjährige 2. Vorsitzender zum 1. Vorsitzende des Vereins, gewählt. Die aktuellen Aufgaben bestehen in einer weiteren Optimierung des Vereinsgeländes insbesondere die Begehbarkeit des Übungsplatzes in der Winterzeit bedarf der Verbesserung.

Jährlich veranstaltet der Verein ca. 5 Prüfungen für Begleit - und Schutzhunde, der jährliche Höhepunkt bildet die Internationale Zuchtschau, welche unsere schöne Weinstadt Hochheim, weit über die Grenzen der Bundesrepublik Deutschland hinaus bekannt macht.

Dieser kurze Abriss beschreibt lediglich die Bemühungen um ein für einen Hundeverein zwingend notwendiges Übungsgelände für den Verein. Eine Würdigung der Erfolge in Zucht und Leistung sowie der Jugendarbeit würden bei weitem den Rahmen des Artikels sprengen.

Unvergesslich für die Mitglieder bleiben jedoch die VA (Vorzüglich-Auslese) Höchstprämierungen anlässlich der Bundessiegerzuchtschau, durch im Verein gezüchtete bzw. betreute Hunde. Hier sind Wanko von der Maaraue und Annusch vom Bierstadter Hof zu nennen, die diese herausragenden Titel mehrfach erringen konnten.