Ausbildung

Ausdauerprüfung (AD):

Eine der Prüfungen im Hundesport ist die Ausdauerprüfung. Wie der Name schon sagt, wird hier die Ausdauer des Hundes geprüft. Großrassen müssen 20 Kilometer am Fahrrad laufen. Hierbei erfolgen zwei Pausen von ca. 15 Minuten, in denen der Zustand der Pfoten der Hunde kontrolliert wird. Auch für die Ausdauerprüfung muss vorher trainiert werden, gerade wenn der Hund nicht an so lange Strecken gewöhnt ist. Die Radtour kann über viel Asphalt führen, was die Ballen der Pfoten verletzen kann, wenn die Pfoten des Hundes nicht an Traben auf Straßen gewöhnt sind. Auch sollte man eine Ausdauerprüfung nicht mit Hunden machen, die an einer HD leiden. Abgekürzt wird die Ausdauerprüfung mit "AD".


Begleithundeprüfung (BH):

 

Hier wird der Hund auf seine Alltagstauglichkeit überprüft. Dabei liegen die Schwerpunkte auf Verkehrssicherheit, Sozialverträglichkeit, Unbefangenheit und Gehorsam. Die bestandene Begleithundprüfung ist Voraussetzung für alle Hundesportarten und weitere Prüfungen.

 

Der Hund zeigt im ersten Teil der Prüfung auf einem eingefriedeten Grundstück, dass er sich problemlos von seinem Hundehalter durch verschiedene Situationen und Aufgaben führen lässt. Im zweiten Teil wird sein Verhalten im öffentlichen Raum und im Straßenverkehr geprüft. Die nachgewiesene Alltagstauglichkeit eines Hundes ist eine wichtige Grundlage für ein harmonisches Miteinander von Mensch und Tier - und eine strikte Grundvoraussetzung für alle Hundesportarten.

 

Vor Prüfungsbeginn muss der Hundehalter bei einem Sachkundetest zunächst nachweisen, dass er über das notwendige Grundwissen der Hundehaltung verfügt. Das Mindestalter des Hundes beträgt 15 Monate. Zur eindeutigen Feststellung der Identität des Tieres ist ein Chip oder eine Tätowierung erforderlich. Im VDH gilt für die Begleithundprüfung seit 2012 die Internationale Prüfungsordnung der FCI (Féderation Cynologique Internationale).


Internationale Prüfungsordnung  (IPO):

 

Früher  „Schutzhundsport“ genannt, ist der älteste Zweig der Hundeausbildung. In den Disziplinen Fährtenarbeit, Unterordnung und Schutzdienst wird die Vielseitigkeit des Hundes gefordert und gefördert. Die Ausbildung eines Hundes in diesen Disziplinen erfordert Sachverstand, Geduld, Einfühlungsvermögen, Verantwortung und nicht zuletzt Selbstdisziplin des Hundeführers. In jeder der drei Sparten Fährtenarbeit, Unterordnung und Schutzdienst muss der Hund zum Bestehen der Prüfung eine geforderte Mindestpunktzahl erreichen. Außerdem gibt es drei verschiedene Prüfungsstufen: IPO I, II und III, wobei die Anforderungen stetig gesteigert werden.


Fährtenhund (FH):

 

Grundsätzlich können alle Hunde zum Fährtenhund ausgebildet werden.
Das Alter des Hundes ist für die Ausbildung nicht sehr wichtig, aber auch hier gilt: "Früh übt sich." So kann man schon mit einem Hund die Fährtenarbeit im Alter von 2-3 Monaten beginnen. Aber auch älteren Hunden kann immer noch das Fährten antrainiert werden. Fährtenhundausbildung ist Fleißarbeit, je nach Veranlagung und Vorhaben kann man entweder täglich Üben oder auch nur 2-3 Mal wöchentlich aber wie dem auch sei, Fährtenhundausbildung ist ein sehr zeitaufwendiges Hobby. Aber es lohnt sich und macht ungeheuren Spaß. In der Fährtenarbeit gibt es zwei Prüfungsstufen: FH 1 und FH 2, wobei auch hier die Anforderung gesteigert wird.

 

Bevor ein Hund erstmalig eine IPO – Prüfung oder eine Fährtenhund - Prüfung ablegen darf, muss er die Ausbildung zum verkehrssicheren Begleithund durchlaufen und in einer Prüfung bestanden haben.